Wiki/Euler V2 und das Ethereum Vault Connector (EVC) Konzept
Euler V2 und das Ethereum Vault Connector (EVC) Konzept - Biturai Wiki Knowledge
EXPERTE | BITURAI KNOWLEDGE

Euler V2 und das Ethereum Vault Connector (EVC) Konzept

Euler V2 stellt eine bedeutende Weiterentwicklung im dezentralisierten Kreditwesen dar, die auf eine modulare Architektur setzt. Es führt das Euler Vault Kit für die erlaubnisfreie Bereitstellung von Vaults und den Ethereum Vault Connector

Biturai Knowledge
Biturai Knowledge
Research-Bibliothek
Aktualisiert: 27.6.2026
Technisch geprüft

Struktur, Lesbarkeit, interne Verlinkung und SEO-Metadaten wurden automatisiert geprüft. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert und dient der Bildung, nicht als Finanzberatung.

Definition

Euler V2 stellt eine bedeutende architektonische Weiterentwicklung im Bereich der dezentralisierten Finanzen (DeFi) dar, die über traditionelle monolithische Kreditprotokolle hinausgeht und ein modulares Design einführt. Diese vollständige Überarbeitung seines Vorgängers, Euler V1, etabliert eine hochflexible und erlaubnisfreie Infrastruktur zur Schaffung und Verwaltung von Kreditmärkten auf der Ethereum-Blockchain. Im Zentrum von Euler V2 stehen zwei grundlegende Primitive: das Euler Vault Kit (EVK) und der Ethereum Vault Connector (EVC). Das EVK fungiert als Smart-Contract-Vorlage, die es jedem Entwickler ermöglicht, erlaubnisfrei maßgeschneiderte Lending-Vaults (Kredit-Tresore) zu deployen. Jeder Vault agiert als unabhängiger Markt mit konfigurierbaren Parametern, einschließlich akzeptierter Sicherheitenarten, Zinsmodelle und Einzahlungslimits, was Spezialisierung und Marktvielfalt fördert.

Der Ethereum Vault Connector (EVC) ergänzt das EVK, indem er als entscheidende Koordinationsschicht dient. Dieses unveränderliche Primitive erleichtert komplexe Interaktionen zwischen separat deployten Vaults. Der EVC ermöglicht es Vaults, Sicherheiten zu teilen, Cross-Vault-Liquidationen durchzuführen und sich zu ausgeklügelten Multi-Vault-Strategien zusammenzusetzen. Im Gegensatz zu einer eigenständigen Kreditplattform verwandelt Euler V2 durch den EVC das Ökosystem in ein vernetztes Netzwerk, in dem in einem Vault hinterlegte Vermögenswerte nahtlos als Sicherheit für die Kreditaufnahme in einem anderen dienen können. Diese Vernetzung ist ein Eckpfeiler seines Designs, der die Kapitaleffizienz erhöht und fortgeschrittene DeFi-Strategien ermöglicht, die zuvor innerhalb einzelner Protokolle schwierig umzusetzen waren.

Kernaussage

Die zentrale Innovation von Euler V2 liegt in seiner tiefgreifenden Modularität und der fortschrittlichen Komponierbarkeit, die durch den Ethereum Vault Connector ermöglicht wird. Diese Architektur definiert grundlegend neu, wie dezentralisierte Kreditmärkte aufgebaut sind und interagieren, indem sie von isolierten Silos zu einem integrierten Netzwerk übergeht. Durch die Ermöglichung der erlaubnisfreien Vault-Erstellung und des nahtlosen Teilens von Sicherheiten über diese verschiedenen Märkte hinweg befähigt Euler V2 sowohl Entwickler, mit maßgeschneiderten Kreditprodukten zu innovieren, als auch Nutzer, hochkapitaleffiziente, mehrschichtige Finanzstrategien innerhalb der DeFi-Landschaft zu verfolgen.

Mechanik

Die operativen Mechanismen von Euler V2 sind eng um das Zusammenspiel des Euler Vault Kits (EVK) und des Ethereum Vault Connectors (EVC) gewoben. Das EVK stellt die grundlegende Infrastruktur für die Marktschaffung bereit. Wenn ein Entwickler einen neuen Kreditmarkt starten möchte, nutzt er das EVK, um einen neuen, unabhängigen Vault zu deployen. Dieser Vault ist eine eigenständige Kreditumgebung, in der spezifische Vermögenswerte bereitgestellt und ausgeliehen werden können. Parameter wie akzeptierte Sicherheiten, Zinskurven und Limits werden beim Deployment festgelegt und bleiben unveränderlich. Diese erlaubnisfreie Natur ermöglicht die Schaffung von Märkten für praktisch jeden ERC-20-Token, wodurch eine lange Liste von Vermögenswerten unterstützt wird, die von zentralisierteren Protokollen oft nicht abgedeckt werden. Jeder Vault agiert als eigenständiges Finanz-Primitive, doch seine wahre Leistungsfähigkeit entfaltet sich erst durch die Integration mit dem EVC.

Der Ethereum Vault Connector (EVC) fungiert als zentrales Nervensystem für diese unterschiedlichen Vaults und ermöglicht es ihnen, als kohärentes Ökosystem zu funktionieren. Es handelt sich um einen unveränderlichen Smart Contract, der die Beziehungen zwischen Benutzerkonten und den verschiedenen Vaults, mit denen sie interagieren, insbesondere in Bezug auf Sicherheiten, verfolgt. Wenn ein Benutzer Gelder in EVK-deployte Vaults einzahlt, mit der Absicht, diese als Sicherheit für die Kreditaufnahme an anderer Stelle zu verwenden, muss er explizit die Funktion enableCollateral für jeden relevanten Vault über den EVC aufrufen. Diese Aktion registriert die Position des Benutzers innerhalb dieses Vaults als potenzielle Sicherheit im internen Ledger des EVC. Der EVC verwaltet interne Unterkonten-Adressen, um diese Sicherheitenbeziehungen zu verfolgen und deren unbeabsichtigte Verwendung durch externe Verträge zu verhindern, was zu Sicherheitslücken führen könnte.

Wenn ein Benutzer von einem "Haftungs-Vault" (auch als "Controller"-Vault bezeichnet) leihen möchte, muss dieser Vault zunächst über den EVC überprüfen, ob der Benutzer ihn als Controller für seine Sicherheiten aktiviert hat. Die Funktion isControllerEnabled des EVC führt diese Überprüfung durch und stellt sicher, dass der leihende Vault die erforderlichen Berechtigungen zur Interaktion mit den vom EVC verwalteten Sicherheitenpositionen des Benutzers besitzt. Darüber hinaus spielt der EVC eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Kontosolvenz. Jede Aktion, die potenziell die Solvenz eines Benutzers beeinflussen könnte, wie der Versuch, Sicherheiten aus einem Vault abzuheben, löst eine Konsultation mit dem EVC aus. Der EVC wiederum konsultiert die benannten Controller-Vaults, um festzustellen, ob die vorgeschlagene Aktion zulässig ist, ohne die Gesamtposition des Benutzers unterbesichert zu machen. Würde die Aktion zu einer Insolvenz führen, blockiert der EVC diese, um die Integrität des Kreditsystems zu schützen. Im Falle einer Liquidation erleichtert der EVC den Prozess, indem er dem Haftungs-Vault erlaubt, die notwendigen Sicherheiten aus den benannten Sicherheiten-Vaults des Benutzers programmatisch abzuheben, um die ausstehenden Schulden zu decken, wodurch ein automatisiertes Risikomanagement über das vernetzte System hinweg gewährleistet wird.

Trading-Relevanz

Die modulare Architektur von Euler V2, insbesondere durch die Komponierbarkeit, die der Ethereum Vault Connector bietet, hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Handel und fortgeschrittene DeFi-Strategien. Einer der wichtigsten Vorteile ist die erhöhte Kapitaleffizienz. Trader und Yield-Farmer können einen Vermögenswert in einem EVK-Vault einzahlen, diesen über den EVC als Sicherheit aktivieren und dann einen anderen Vermögenswert aus einem anderen Vault leihen. Dieser geliehene Vermögenswert kann dann in einem weiteren Vault wieder eingezahlt oder in externen DeFi-Protokollen verwendet werden, wodurch effektiv gehebelte Positionen oder komplexe Yield-Farming-Loops entstehen, die die Kapitalauslastung maximieren, ohne die zugrunde liegenden Sicherheiten zu bewegen. Diese Fähigkeit, mehrere Kredit- und Leihvorgänge über verschiedene Märkte hinweg zu verketten, ermöglicht ausgeklügelte Strategien, die zuvor innerhalb einer einzigen, monolithischen Kreditplattform umständlich oder unmöglich waren.

Darüber hinaus fördert das Design des EVC ein dynamisches Umfeld für Arbitrage-Möglichkeiten und Risikomanagement. Die erlaubnisfreie Natur der EVK-Vaults bedeutet, dass neue Märkte schnell entstehen können, was potenziell zu Zinsdifferenzen für denselben Vermögenswert über verschiedene Vaults hinweg oder sogar zwischen Euler V2 und externen Protokollen führen kann. Versierte Trader können die Cross-Vault-Leihfähigkeiten des EVC nutzen, um diese Diskrepanzen auszunutzen, indem sie von einem Vault mit niedrigeren Zinsen leihen und in einen mit höheren Zinsen verleihen oder Flash-Loan-ähnliche Operationen innerhalb des vernetzten Euler-Ökosystems durchführen. Während die Komponierbarkeit neue systemische Risiken mit sich bringt, ermöglicht sie auch eine größere Diversifizierung von Sicherheitenarten und Leihoptionen, wodurch Benutzer ihr Risiko potenziell auf eine breitere Palette von Vermögenswerten und Märkten verteilen können, als es ein einzelnes Protokoll bieten könnte. Die Fähigkeit des EVC, Cross-Vault-Liquidationen zu verwalten, optimiert auch den Prozess der Aufrechterhaltung der Solvenz über komplexe, Multi-Asset-Positionen hinweg.

Risiken

Trotz seines innovativen Designs und seines Potenzials für Kapitaleffizienz birgt Euler V2 und der Ethereum Vault Connector mehrere inhärente Risiken, die Nutzer und Entwickler sorgfältig abwägen müssen. An erster Stelle steht das Smart-Contract-Risiko. Während der EVC selbst als unveränderliches Primitive konzipiert ist, sind die einzelnen über das EVK deployten Vaults kundenspezifische Implementierungen. Jede Schwachstelle, jeder Fehler oder Exploit innerhalb des Smart Contracts eines spezifischen Vaults könnte zum Verlust von eingezahlten Geldern oder Sicherheiten führen. Darüber hinaus führen die komplexen Interaktionen, die durch den EVC ermöglicht werden, zu einem Komponierbarkeitsrisiko. Ein Fehler in einem Vault oder eine unerwartete Interaktion zwischen mehreren verbundenen Vaults könnte Kaskadeneffekte im gesamten Euler V2-Ökosystem haben, potenziell unbeteiligte Positionen beeinflussen oder weitreichende Liquidationen auslösen. Die vernetzte Natur, so leistungsfähig sie auch ist, bedeutet auch, dass das Versagen einer Komponente sich schnell ausbreiten kann.

Ein weiteres erhebliches Problem ist das Liquidationsrisiko, das durch das Potenzial für hochgehebelte Positionen über mehrere Vaults hinweg verstärkt wird. Wenn der Wert der Sicherheiten stark fällt oder die Zinssätze für geliehene Vermögenswerte stark ansteigen, können die Positionen der Benutzer schnell unterbesichert werden. Der automatisierte Liquidationsmechanismus des EVC, so effizient er auch ist, wird Positionen rücksichtslos schließen, um die Solvenz aufrechtzuerhalten, was potenziell zu erheblichen Verlusten für Benutzer führen kann, die ihre Multi-Vault-Strategien nicht aktiv überwachen. Dies wird durch das Orakel-Risiko weiter verschärft, da die genaue Bewertung von Sicherheiten und geliehenen Vermögenswerten stark von zuverlässigen und dezentralisierten Preis-Feeds abhängt. Wenn ein Orakel-Feed manipuliert wird oder falsche Daten liefert, könnte dies zu fehlerhaften Liquidationen führen oder böswillige Kreditaufnahmen gegen unterbewertete Sicherheiten ermöglichen. Während das EVK die erlaubnisfreie Marktschaffung ermöglicht, hängt die allgemeine Sicherheit und Stabilität des Euler V2-Ökosystems immer noch vom robusten Design und der Prüfung seiner Kernkomponenten, einschließlich des EVC, sowie der Sorgfalt der einzelnen Vault-Deployer ab. Benutzer müssen äußerste Vorsicht walten lassen und eine gründliche Due Diligence für jeden Vault durchführen, mit dem sie interagieren.

Geschichte und Beispiele

Der Weg zu Euler V2 begann mit Euler V1, einer dezentralisierten Kreditplattform, die 2021 gestartet wurde und bereits für ihren erlaubnisfreien Ansatz zur Schaffung neuer Kreditmärkte bekannt war. V1 ermöglichte die Listung praktisch jedes ERC-20-Tokens und unterschied sich damit von zeitgenössischen Protokollen, die oft eine Governance-Zustimmung für neue Asset-Listings erforderten. V1 operierte jedoch auf einer eher monolithischen Architektur, bei der alle Märkte eine gemeinsame Risikomaschine und einen Liquiditätspool teilten, was seine Flexibilität und Skalierbarkeit für hochspezialisierte Anwendungsfälle einschränkte. Die Erfahrungen mit V1, einschließlich eines bedeutenden Exploits im März 2023, unterstrichen die Notwendigkeit eines robusteren, modulareren und widerstandsfähigeren Designs.

Dies führte zur vollständigen architektonischen Überarbeitung, die in Euler V2 zum Ausdruck kommt. Anstelle eines einzigen, integrierten Protokolls wurde V2 als ein Ökosystem unabhängiger, aber miteinander verbundener Lending-Vaults konzipiert. Mit Stand April 2026 hat Euler V2 eine signifikante Akzeptanz gezeigt und hält laut DefiLlama-Daten etwa 890 Millionen US-Dollar an Total Value Locked (TVL) auf Ethereum, was seine wachsende Relevanz in der DeFi-Landschaft unterstreicht. Konzeptionell weist Euler V2 Ähnlichkeiten mit anderen modularen Kreditprotokollen wie Morpho Blue auf, das ebenfalls erlaubnisfreie Märkte, unveränderliche Parameter pro Markt und eine Kurator-Schicht betont. Euler V2 unterscheidet sich jedoch durch die Bereitstellung reichhaltigerer Kompositions-Primitive über seinen Ethereum Vault Connector (EVC), was einen granulareren und flexibleren Ansatz für das Teilen von Sicherheiten und Cross-Market-Strategien ermöglicht, als er typischerweise im Design von Morpho Blue zu finden ist. Ähnlich bieten Protokolle wie Aave V3 zwar Funktionen wie isolierte Pools und Effizienzmodi, doch das EVK und der EVC von Euler V2 bieten einen fundamentaleren und erlaubnisfreieren Rahmen für den Aufbau völlig neuer Arten von Kreditprodukten von Grund auf.

Betrachten wir ein praktisches Beispiel für die Nützlichkeit des EVC: Ein Benutzer hält stETH (gestaktes Ethereum) und möchte USDC dagegen leihen, aber auch das geliehene USDC verwenden, um Liquidität in einem spezifischen Uniswap V3-Pool bereitzustellen, der selbst einen LP-Token ausgibt. Mit Euler V2 könnte der Benutzer stETH in einen über EVK deployten stETH-Lending-Vault einzahlen und diesen Vault dann über den EVC als Sicherheit aktivieren. Anschließend könnte er USDC aus einem separaten USDC-Lending-Vault leihen. Anstatt das USDC abzuheben, könnte er es dann in einen weiteren EVK-Vault einzahlen, der speziell dafür konzipiert ist, USDC zu akzeptieren und einen gewrappten LP-Token für den Uniswap V3-Pool auszugeben. Dieser LP-Token-Vault könnte dann ebenfalls über den EVC als Sicherheit aktiviert werden, wodurch der Benutzer potenziell noch mehr Vermögenswerte gegen seine LP-Position leihen könnte, was eine hochkapitaleffiziente und mehrschichtige Strategie schafft. Diese komplizierte Verkettung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten über verschiedene Vaults hinweg, die alle vom EVC koordiniert werden, veranschaulicht die fortschrittliche Komponierbarkeit, die Euler V2 freischaltet.

Häufige Missverständnisse

Ein häufiges Missverständnis bezüglich Euler V2 ist die Verwechslung des Euler Vault Kits (EVK) und des Ethereum Vault Connectors (EVC). Obwohl sie integrale Bestandteile desselben Ökosystems sind, dienen sie unterschiedlichen Funktionen. Das EVK ist das Werkzeug oder die Vorlage zum Deployment einzelner, erlaubnisfreier Lending-Vaults, die jeweils als eigenständiger Markt agieren. Es geht darum, die Bausteine zu schaffen. Im Gegensatz dazu ist der EVC die unveränderliche Koordinationsschicht, die diese unterschiedlichen Vaults verbindet und es ihnen ermöglicht, Sicherheiten zu teilen und auf komplexe Weise zu interagieren. Es ist der Klebstoff, der es den Bausteinen ermöglicht, eine größere Struktur zu bilden. Sie als austauschbar oder als eine einzige Entität zu betrachten, übersieht die Modularität, die die Architektur von Euler V2 definiert, und die spezifischen Rollen, die jedes Primitive bei der Ermöglichung seiner fortschrittlichen Funktionalitäten spielt.

Ein weiteres häufiges Missverständnis ist, dass "erlaubnisfrei" gleichbedeutend mit "risikofrei" oder "unreguliert" ist. Während das EVK es jedem ermöglicht, einen Vault ohne zentrale Genehmigung zu deployen, und der EVC eine offene Interaktion erleichtert, entbindet dies Nutzer oder Entwickler nicht von den inhärenten Risiken von DeFi. Jeder Vault, obwohl erlaubnisfrei in seiner Erstellung, birgt weiterhin Smart-Contract-Risiken, Marktrisiken und potenzielle Orakel-Abhängigkeiten. Der EVC, obwohl robust, führt auch systemische Risiken im Zusammenhang mit der Komponierbarkeit ein. Der Begriff "erlaubnisfrei" bezieht sich primär auf das Fehlen von Gatekeepern für die Marktschaffung und -interaktion, nicht auf eine Garantie für Sicherheit oder einen Schutz vor Marktvolatilität oder technischen Schwachstellen. Nutzer müssen weiterhin eine gründliche Due Diligence für die spezifischen Vaults durchführen, mit denen sie interagieren, und das Gesamt-Risikoprofil ihrer Multi-Vault-Strategien verstehen.

Schließlich könnten einige Euler V2 einfach als "ein weiteres Kreditprotokoll" betrachten. Obwohl es das Leihen und Verleihen erleichtert, unterscheidet sich seine grundlegende Designphilosophie. Euler V2 ist nicht nur eine Plattform für die Kreditvergabe; es ist ein Framework für den Aufbau und die Verbindung von Kreditprotokollen. Es stellt die Primitive (EVK und EVC) bereit, die es Entwicklern ermöglichen, hochspezialisierte und miteinander verbundene Kreditmärkte zu konstruieren, anstatt einen einzigen, vorgegebenen Kreditdienst anzubieten. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um sein langfristiges Potenzial und seine Rolle bei der Förderung von Innovationen im breiteren DeFi-Ökosystem zu verstehen, indem es eine neue Generation von Finanzprodukten ermöglicht, die seine modulare und komponierbare Natur nutzen.

Zusammenfassung

Euler V2 stellt einen Paradigmenwechsel im dezentralisierten Kreditwesen dar, indem es von monolithischen Strukturen zu einer hochmodularen und komponierbaren Architektur übergeht. Im Mittelpunkt stehen das Euler Vault Kit (EVK), das die erlaubnisfreie Bereitstellung anpassbarer Lending-Vaults ermöglicht, und der Ethereum Vault Connector (EVC), eine unveränderliche Koordinationsschicht, die es diesen Vaults ermöglicht, Sicherheiten zu teilen, Cross-Vault-Liquidationen zu erleichtern und sich zu ausgeklügelten Multi-Asset-Strategien zusammenzusetzen. Dieses Design fördert eine beispiellose Kapitaleffizienz und erschließt eine Vielzahl fortgeschrittener DeFi-Anwendungsfälle, die es Nutzern ermöglichen, komplexe gehebelte Positionen und Yield-Farming-Strategien über vernetzte Märkte hinweg aufzubauen. Obwohl Euler V2 erhebliche Innovationen bietet, birgt es auch inhärente Risiken, darunter Smart-Contract-Schwachstellen, verstärkte Komponierbarkeitsrisiken und die Komplexität der Verwaltung von Multi-Vault-Positionen. Das Verständnis der unterschiedlichen Rollen von EVK und EVC und die Erkenntnis, dass "erlaubnisfrei" nicht "risikofrei" bedeutet, ist für die Navigation in diesem fortschrittlichen Kredit-Ökosystem unerlässlich. Letztendlich positioniert sich Euler V2 nicht nur als Kreditplattform, sondern als grundlegendes Framework für die nächste Generation dezentralisierter Kreditmärkte.

OKX EU · Offizieller Biturai-Partner

OKX EU

Entdecke das aktuelle Angebot von OKX EU über den offiziellen Biturai-Partnerlink. Produkte und Verfügbarkeit können je Land abweichen.

OKX EU ansehen

Partnerlink · Biturai kann bei Nutzung eine Vergütung erhalten · keine Anlageberatung

OKX EU

Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Inhalte stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Kryptowährungen dar. Biturai übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Informationen. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Basis eigener Recherche und unter Berücksichtigung der persönlichen finanziellen Situation getroffen werden.

Transparenz

Biturai kann KI-gestützte Werkzeuge zur Recherche, Strukturierung oder Aktualisierung von Wiki-Artikeln einsetzen. Redaktionell geprüfte Artikel werden separat gekennzeichnet; alle Inhalte bleiben Bildungsinhalte und ersetzen keine eigene Prüfung.