
Erklärung des After-Hours-Handels
Der After-Hours-Handel ermöglicht es Anlegern, Aktien außerhalb der regulären Marktzeiten zu kaufen und zu verkaufen. Während dies Chancen bietet, birgt es aufgrund geringerer Liquidität und größerer Preisspannen auch erhöhte Risiken.
After-Hours-Trading: Eine ausführliche Anleitung
INTRO: Stellen Sie sich den Aktienmarkt als einen geschäftigen Marktplatz vor, der von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr Eastern Time geöffnet ist. Während dieser Stunden sind viele Käufer und Verkäufer aktiv, was zu relativ stabilen Preisen führt. Aber was passiert, wenn der Marktplatz schließt? Der After-Hours-Handel ermöglicht es Ihnen, Aktien auch nach dem Ende der regulären Marktzeiten oder vor deren Beginn zu kaufen und zu verkaufen. Dies ist im Wesentlichen der Handel außerhalb der regulären Handelszeiten.
Wichtigste Erkenntnis: Der After-Hours-Handel bietet erweiterte Möglichkeiten zum Handel mit Aktien, jedoch auf Kosten eines erhöhten Risikos und größerer Volatilität.
Definition
After-Hours-Trading bezieht sich auf den Kauf und Verkauf von Aktien außerhalb der regulären Handelszeiten von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr Eastern Time (ET) in den Vereinigten Staaten. Er erweitert den Handelstag und ermöglicht es Anlegern, auf Nachrichten und Ereignisse zu reagieren, die außerhalb der regulären Marktzeiten stattfinden. Dies umfasst den Handel vor Börsenbeginn (vor 9:30 Uhr ET) und nach Börsenschluss (nach 16:00 Uhr ET).
Mechanik: Wie der After-Hours-Handel funktioniert
Der After-Hours-Handel funktioniert nicht auf die gleiche Weise wie der reguläre Handel. Hier ist eine Aufschlüsselung:
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Electronic Communication Networks (ECNs): After-Hours-Trades finden hauptsächlich über ECNs statt. Stellen Sie sich ECNs als automatisierte Systeme vor, die Kauf- und Verkaufsaufträge direkt abgleichen und so traditionelle Börsen umgehen. Diese Netzwerke verbinden einzelne Investoren, institutionelle Investoren und Market Maker.
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Auftragsarten: Die im After-Hours-Handel verfügbaren Auftragsarten sind oft im Vergleich zum regulären Handel begrenzt. Market Orders, die sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt werden, sind häufiger. Limit Orders, mit denen Sie den Preis festlegen können, zu dem Sie bereit sind zu kaufen oder zu verkaufen, werden ebenfalls häufig verwendet und sind oft die sicherere Art des Handels nach Börsenschluss.
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Liquidität: Liquidität ist ein Maß dafür, wie einfach ein Vermögenswert gekauft oder verkauft werden kann, ohne seinen Preis zu beeinflussen. Der After-Hours-Handel weist im Allgemeinen eine geringere Liquidität auf als der reguläre Handel. Das bedeutet, dass es weniger Käufer und Verkäufer gibt, was zu größeren Bid-Ask-Spreads (der Unterschied zwischen dem höchsten Preis, den ein Käufer zu zahlen bereit ist, und dem niedrigsten Preis, den ein Verkäufer zu akzeptieren bereit ist) führen kann. Dies kann zu ungünstigeren Preisen beim Handel führen.
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Preisfindung: Nachrichten und Ankündigungen, die nach Börsenschluss veröffentlicht werden, können den Aktienkurs erheblich beeinflussen. Der After-Hours-Handel ermöglicht es Anlegern, auf diese Informationen zu reagieren, was möglicherweise zu Preisanpassungen vor der nächsten regulären Handelssitzung führt. Dies ist wichtig, da es zur Preisfindung beiträgt, dem Prozess der Bestimmung des fairen Wertes einer Aktie.
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Volatilität: Aufgrund der geringeren Liquidität und der potenziellen Ankündigung wichtiger Nachrichten ist der After-Hours-Handel oft volatiler als der reguläre Handel. Preisschwankungen können dramatischer sein, was das Risiko erheblicher Gewinne oder Verluste erhöht.
Handelsrelevanz: Warum sich der Preis bewegt? Wie man damit handelt?
Der After-Hours-Handel ist aus folgenden Gründen besonders relevant:
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Reaktion auf Nachrichten: Unternehmen veröffentlichen oft nach Börsenschluss Ergebnisberichte, Pressemitteilungen oder andere wichtige Nachrichten. Der After-Hours-Handel ermöglicht es Anlegern, sofort auf diese Informationen zu reagieren. Wenn ein Unternehmen beispielsweise unerwartet gute Ergebnisse bekannt gibt, könnte sein Aktienkurs im After-Hours-Handel steigen.
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Globale Ereignisse: Ereignisse, die in verschiedenen Zeitzonen stattfinden, wie z. B. wichtige Nachrichten oder Wirtschaftsdaten, können die Aktienkurse beeinflussen. Der After-Hours-Handel bietet eine Plattform für Anleger, um auf diese globalen Entwicklungen zu reagieren.
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Handelsstrategien: Einige Anleger nutzen den After-Hours-Handel als Teil ihrer Handelsstrategien. Ein Händler könnte beispielsweise den After-Hours-Handel nutzen, um eine Position aufgrund von aktuellen Nachrichten einzunehmen oder um schnell Gewinne aus Kursbewegungen zu erzielen. Diese Strategie ist jedoch riskant und erfordert ein gutes Marktverständnis.
Wie man handelt:
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Recherche und Analyse: Bevor Sie nach Börsenschluss handeln, ist es wichtig, die Aktie zu recherchieren und die Nachrichten zu verstehen, die ihren Preis beeinflussen könnten. Analysieren Sie die Fundamentaldaten des Unternehmens, aktuelle Nachrichten und alle relevanten Markttrends.
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Wählen Sie einen Broker: Nicht alle Broker bieten den After-Hours-Handel an. Stellen Sie sicher, dass Ihr Broker diesen Service anbietet, und verstehen Sie seine spezifischen Regeln und Gebühren.
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Auftragsarten: Achten Sie auf die von Ihrem Broker im After-Hours-Handel unterstützten Auftragsarten. Limit Orders werden im Allgemeinen empfohlen, um den Preis zu kontrollieren, zu dem Sie handeln.
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Setzen Sie realistische Erwartungen: Erkennen Sie, dass der After-Hours-Handel riskanter ist als der reguläre Handel. Seien Sie auf größere Spreads und potenziell volatile Kursbewegungen vorbereitet.
Risiken
Der After-Hours-Handel birgt mehrere erhebliche Risiken:
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Geringere Liquidität: Wie bereits erwähnt, bedeutet eine geringere Liquidität, dass es weniger Käufer und Verkäufer gibt. Dies kann es erschweren, Trades zu den gewünschten Preisen auszuführen, und erhöht das Risiko großer Kursschwankungen.
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Größere Bid-Ask-Spreads: Der Unterschied zwischen den Geld- und Briefkursen ist nach Börsenschluss oft größer. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise zu einem höheren Preis kaufen oder zu einem niedrigeren Preis verkaufen, als Sie es während der regulären Handelszeiten tun würden, was potenzielle Gewinne verringert.
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Höhere Volatilität: Der Mangel an Liquidität und das Potenzial für wichtige Nachrichtenveröffentlichungen können den After-Hours-Handel sehr volatil machen. Die Kurse können in kurzer Zeit drastisch schwanken, was zu erheblichen Verlusten führen kann, wenn Sie nicht vorsichtig sind.
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Begrenzte Auftragsarten: Die Verfügbarkeit von Auftragsarten ist möglicherweise begrenzt. Dies kann es erschweren, Risiken effektiv zu managen. Beispielsweise können Sie möglicherweise keine Stop-Loss-Orders so einfach verwenden.
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Technische Probleme: ECNs und Broker-Plattformen können während des After-Hours-Handels manchmal technische Probleme haben. Dies kann Sie daran hindern, Trades auszuführen oder auf Echtzeitinformationen zuzugreifen.
Geschichte und Beispiele
Der After-Hours-Handel hat sich im Laufe der Zeit erheblich weiterentwickelt.
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Frühe Tage: In den frühen Tagen war der After-Hours-Handel begrenzt und wurde hauptsächlich von institutionellen Anlegern genutzt.
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Wachstum und Zugänglichkeit: Mit dem Fortschritt der Technologie entstanden ECNs, die den After-Hours-Handel für einzelne Anleger zugänglicher machten.
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Beispiele: Betrachten Sie die folgenden Szenarien:
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Überraschung bei den Einnahmen: Ein Unternehmen veröffentlicht nach Börsenschluss seinen Ergebnisbericht, und die Ergebnisse sind viel besser als erwartet. Der Aktienkurs springt im After-Hours-Handel erheblich nach oben, da die Anleger positiv reagieren. Wenn die Ergebnisse jedoch schlechter als erwartet ausfallen, könnte der Aktienkurs stark sinken.
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Akquisitionsankündigung: Ein Unternehmen kündigt nach Börsenschluss eine größere Akquisition an. Der Aktienkurs des erwerbenden Unternehmens könnte sinken, während der Aktienkurs des erworbenen Unternehmens je nach den Bedingungen des Geschäfts steigen könnte.
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Globale Ereignisse: Ein wichtiges geopolitisches Ereignis findet über Nacht statt. Anleger könnten während des After-Hours-Handels auf diese Nachrichten reagieren und ihre Positionen entsprechend anpassen.
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In jedem dieser Beispiele bietet der After-Hours-Handel eine Plattform für Anleger, um auf Nachrichten und Ereignisse außerhalb der regulären Handelszeiten zu reagieren. Es ist jedoch wichtig, die Risiken zu verstehen und sich auf potenziell volatile Kursbewegungen vorzubereiten.
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