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Inverse Futures: Ein umfassender Leitfaden

Inverse Futures sind eine Art von Kryptowährungs-Derivatkontrakt, bei dem die verwendete Sicherheit der zugrunde liegende Vermögenswert selbst ist. Dieser Leitfaden bietet einen tiefen Einblick in die Mechanik, die Handelsrelevanz und die Risiken, die mit Inverse-Futures-Kontrakten verbunden sind.

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Michael Steinbach
Biturai Intelligence
|
Updated: 2/6/2026

Inverse Futures: Ein umfassender Leitfaden

Definition: Inverse Futures sind eine Art von Derivatkontrakt im Kryptowährungsmarkt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Futures, die einen Stablecoin wie USDT als Sicherheit verwenden, verwenden Inverse Futures den zugrunde liegenden Kryptowert selbst (z. B. Bitcoin) als Sicherheit. Das bedeutet, dass Ihre Gewinne und Verluste sowie Ihre Sicherheit in der zugrunde liegenden Kryptowährung denominiert sind.

Key Takeaway: Inverse Futures ermöglichen es Händlern, die zugrunde liegende Kryptowährung als Sicherheit zu verwenden und bieten so einzigartige Chancen und Risiken im Vergleich zu herkömmlichen Futures-Kontrakten.

Mechanik: Wie Inverse Futures funktionieren

Das Verständnis von Inverse Futures beruht im Wesentlichen darauf, wie Sicherheiten gehalten werden und wie Gewinne und Verluste berechnet werden. Lassen Sie uns die Mechanik aufschlüsseln:

  1. Sicherheit: Wenn Sie einen Inverse-Futures-Kontrakt handeln, wird Ihre Marge (die Mittel, die Sie zum Eröffnen der Position verwenden) in der zugrunde liegenden Kryptowährung gehalten. Wenn Sie beispielsweise einen Bitcoin-Inverse-Futures-Kontrakt handeln, wird Ihre Marge in Bitcoin (BTC) gehalten.

  2. Kontraktspezifikationen: Jeder Inverse-Futures-Kontrakt hat bestimmte Parameter, einschließlich der Kontraktgröße (z. B. wie viel Bitcoin ein Kontrakt repräsentiert), das Verfallsdatum und den Basiswert. Die Kontraktgröße ist wichtig, da sie den Nominalwert Ihrer Position bestimmt.

  3. Gewinn- und Verlustberechnung: Die Berechnung von Gewinn und Verlust (P&L) ist der Punkt, an dem sich Inverse Futures erheblich unterscheiden. Ihr P&L wird in der zugrunde liegenden Kryptowährung ausgedrückt. Wenn Sie beispielsweise Long auf einen BTC-Inverse-Futures-Kontrakt gehen und der Preis von BTC steigt, werden Ihre Gewinne in BTC denominiert. Umgekehrt, wenn Sie Short gehen und der Preis fällt, erzielen Sie ebenfalls einen Gewinn in BTC.

  4. Marge und Hebelwirkung: Wie alle Futures-Kontrakte nutzen auch Inverse-Futures-Kontrakte eine Hebelwirkung, was bedeutet, dass Sie mit einem geringeren Kapitalbetrag eine große Position kontrollieren können. Die Hebelwirkung verstärkt jedoch sowohl potenzielle Gewinne als auch Verluste. Ein ordnungsgemäßes Risikomanagement ist unerlässlich.

  5. Beispiel:

    • Szenario: Sie kaufen einen BTC-Inverse-Futures-Kontrakt zu einem Preis von 60.000 $ pro BTC. Die Kontraktgröße beträgt 1 BTC.
    • Preisanstieg: Der Preis von BTC steigt auf 65.000 $. Ihr Gewinn wird berechnet als die Kontraktgröße multipliziert mit der Preisdifferenz (65.000 - 60.000) / 65.000 = 0,0769 BTC. Ihr Gewinn beträgt 0,0769 BTC.
    • Preisrückgang: Der Preis von BTC fällt auf 55.000 $. Ihr Verlust wird berechnet als die Kontraktgröße multipliziert mit der Preisdifferenz (60.000 - 55.000) / 55.000 = 0,0909 BTC. Ihr Verlust beträgt 0,0909 BTC.
  6. Formel: Die Gewinn-/Verlustformel für Inverse Futures lautet: Gewinn/Verlust = Positionsgröße * (1 / Einstiegspreis - 1 / Ausstiegspreis).

Handelsrelevanz: Warum Inverse Futures handeln?

Inverse Futures bieten Händlern mehrere Vorteile und strategische Anwendungen:

  1. Absicherung: Händler, die erhebliche Spot-Positionen in einer Kryptowährung halten, können Inverse Futures verwenden, um ihr Risiko abzusichern. Durch das Shorten eines Inverse-Futures-Kontrakts können sie potenzielle Verluste in ihren Spot-Beständen ausgleichen, wenn der Preis sinkt. Dies ist ähnlich wie bei einem Landwirt, der Agrar-Futures verwendet, um sich gegen einen Rückgang der Getreidepreise abzusichern.

  2. Spekulation: Inverse Futures bieten eine Möglichkeit, auf die Kursbewegung einer Kryptowährung zu spekulieren, ohne den Basiswert zu besitzen. Händler können die Hebelwirkung nutzen, um ihre potenziellen Gewinne zu verstärken.

  3. Kapitaleffizienz: Die Hebelwirkung ermöglicht es Händlern, mit weniger Kapital eine größere Position zu kontrollieren, was es zu einem kapitaleffizienten Instrument macht.

  4. Marktzugang: Inverse Futures ermöglichen den Zugang zum Markt, auch ohne den Basiswert zu besitzen, wodurch er für ein breiteres Publikum zugänglich wird.

  5. Arbitragemöglichkeiten: Erfahrene Händler können manchmal Arbitragemöglichkeiten zwischen Inverse Futures und Spot-Märkten erkennen. Dies beinhaltet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf desselben Vermögenswerts auf verschiedenen Märkten, um von Preisunterschieden zu profitieren.

Risiken von Inverse Futures

Der Handel mit Inverse Futures birgt erhebliche Risiken, die Händler verstehen und sorgfältig managen müssen:

  1. Liquidationsrisiko: Aufgrund der Hebelwirkung unterliegen Inverse-Futures-Kontrakte einer Liquidation, wenn sich der Preis gegen Ihre Position bewegt. Wenn sich der Preis zu weit bewegt, wird Ihre Position automatisch geschlossen und Sie verlieren Ihre Marge. Dies ist das bedeutendste Risiko.

  2. Volatilität: Kryptowährungen sind sehr volatil. Schnelle Preisschwankungen können zu schnellen Liquidationen und erheblichen Verlusten führen. Die Volatilität des Basiswerts wirkt sich direkt auf das Risiko aus.

  3. Margin Calls: Wenn sich Ihre Position gegen Sie bewegt, erhalten Sie möglicherweise einen Margin Call, der Sie dazu auffordert, zusätzliche Mittel einzuzahlen, um Ihre Position aufrechtzuerhalten. Die Nichtbeachtung eines Margin Calls kann zur Liquidation führen.

  4. Kontrahentenrisiko: Beim Handel an einer zentralisierten Börse besteht ein Kontrahentenrisiko, d. h. das Risiko, dass die Börse insolvent wird oder behördlichen Maßnahmen unterliegt. Obwohl dies weniger häufig vorkommt, ist es immer noch ein Risiko.

  5. Komplexität: Das Verständnis der Mechanik von Inverse Futures, einschließlich Gewinn-/Verlustberechnungen und Margin-Anforderungen, kann komplex sein, insbesondere für Anfänger. Fehler sind kostspielig.

  6. Liquiditätsrisiko: In weniger liquiden Märkten kann es schwierig sein, eine Position zum gewünschten Preis zu eröffnen oder zu verlassen, insbesondere bei großen Aufträgen. Dies kann zu Slippage (der Differenz zwischen dem erwarteten Preis und dem tatsächlichen Preis) und unerwarteten Verlusten führen.

Geschichte und Beispiele

Inverse Futures sind zu einem festen Bestandteil des Kryptowährungs-Derivatmarktes geworden und haben sich parallel zum Wachstum von Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten entwickelt. Wichtige historische Beispiele und Überlegungen umfassen:

  1. Frühe Akzeptanz: Inverse-Futures-Kontrakte gehörten zu den ersten Arten von Futures-Kontrakten, die an großen Kryptowährungsbörsen angeboten wurden. Sie boten Händlern eine Möglichkeit, sich Bitcoin und anderen Kryptowährungen auszusetzen, noch bevor die breite Akzeptanz und regulatorische Klarheit gegeben waren.

  2. Marktauswirkungen: Die Einführung von Inverse Futures erhöhte das Handelsvolumen und die Liquidität der Kryptowährungsmärkte erheblich. Sie ermöglichten ausgefeiltere Handelsstrategien, einschließlich Absicherung und Arbitrage.

  3. Börsennotierungen: Große Kryptowährungsbörsen wie Binance, Bybit und OKX bieten Inverse-Futures-Kontrakte an und bieten Händlern Zugang zu einer breiten Palette von Handelspaaren und Hebeloptionen.

  4. Absicherungsbeispiel: Ein Unternehmen, das Bitcoin schürft, könnte Inverse-Futures-Kontrakte verwenden, um sich gegen einen potenziellen Preisverfall abzusichern. Durch das Shorten eines Bitcoin-Inverse-Futures-Kontrakts könnten sie potenzielle Verluste aus einem Rückgang des Spotpreises von Bitcoin ausgleichen.

  5. Spekulatives Beispiel: Ein Händler glaubt, dass der Preis von Bitcoin steigen wird. Sie können einen Bitcoin-Inverse-Futures-Kontrakt kaufen und die Hebelwirkung nutzen, um ihre potenziellen Gewinne zu verstärken. Wenn der Bitcoin-Preis steigt, erzielen sie einen Gewinn in Bitcoin.

  6. Auswirkungen in der realen Welt: Der Aufstieg von Inverse Futures hat neue Möglichkeiten für professionelle Händler und Institutionen geschaffen, ihr Kryptowährungs-Exposure zu verwalten. Es hat auch die Gesamtkomplexität des Kryptomarktes erhöht.

Fazit

Inverse Futures sind ein leistungsstarkes Handelstool auf dem Kryptowährungsmarkt. Sie bieten einzigartige Möglichkeiten zur Absicherung, Spekulation und Kapitaleffizienz. Sie bergen jedoch auch erhebliche Risiken, darunter Liquidationsrisiko und Volatilität. Händler sollten die Mechanik, Risiken und Vorteile von Inverse Futures vollständig verstehen, bevor sie damit handeln. Ein ordnungsgemäßes Risikomanagement und ein gründliches Verständnis des Marktes sind für einen erfolgreichen Handel unerlässlich.

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Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Inhalte stellen keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Kryptowährungen dar. Biturai übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Informationen. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Basis eigener Recherche und unter Berücksichtigung der persönlichen finanziellen Situation getroffen werden.