
Exchange Traded Funds (ETFs) in Krypto: Ein umfassender Leitfaden
Ein **Exchange Traded Fund (ETF)** ist eine Art Investmentfonds, der einen Index, eine Rohware, Anleihen oder einen Korb von Vermögenswerten nachbildet. Krypto-ETFs bieten eine Möglichkeit, in Kryptowährungen zu investieren, ohne die zugrunde liegenden Vermögenswerte direkt zu besitzen, und bieten über traditionelle Börsen Zugang zu Kursbewegungen.
Exchange Traded Funds (ETFs) in Krypto: Ein umfassender Leitfaden
Definition: Ein Exchange Traded Fund (ETF) ist wie ein Korb von Investitionen, wie z. B. Aktien, Anleihen oder Rohstoffe, die Sie an einer Börse kaufen und verkaufen können. Stellen Sie sich das als eine vorgefertigte Investition vor, die es Ihnen ermöglicht, Ihre Beteiligungen mit einer einzigen Transaktion zu diversifizieren. Krypto-ETFs tun dasselbe, konzentrieren sich aber auf Kryptowährungen.
Key Takeaway: Krypto-ETFs ermöglichen den Zugang zu Kryptowährungskursbewegungen, ohne den direkten Besitz der zugrunde liegenden digitalen Vermögenswerte zu erfordern.
Mechanik: Wie Krypto-ETFs funktionieren
ETFs sind darauf ausgelegt, die Wertentwicklung eines bestimmten Index oder Vermögenswerts nachzubilden. Im Fall von Krypto-ETFs zielen sie darauf ab, die Kursbewegungen von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum widerzuspiegeln. Es gibt zwei Haupttypen von Krypto-ETFs: Spot-ETFs und Futures-ETFs.
Spot-Krypto-ETFs
Ein Spot-Krypto-ETF hält die eigentliche Kryptowährung, wie z. B. Bitcoin, im Namen der Anleger. Diese Vermögenswerte werden typischerweise von einem regulierten Verwahrer gehalten, wodurch eine sichere Aufbewahrung gewährleistet wird.
Wenn Sie in einen Spot-Krypto-ETF investieren, kaufen Sie im Wesentlichen Anteile, die einen Teil der zugrunde liegenden Kryptowährung repräsentieren, die vom Fonds gehalten wird. Der Kurs der ETF-Anteile sollte sich eng am Kassakurs der Kryptowährung orientieren.
Futures-Krypto-ETFs
Ein Futures-Krypto-ETF investiert in Terminkontrakte, bei denen es sich um Vereinbarungen zum Kauf oder Verkauf einer Kryptowährung zu einem vorher festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt handelt.
Anstatt die eigentliche Kryptowährung zu halten, halten diese ETFs Kontrakte, die auf den zukünftigen Preis der Kryptowährung spekulieren. Diese Kontrakte werden an regulierten Börsen wie der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehandelt. Futures-ETFs können aufgrund der Komplexität von Terminkontrakten, wie z. B. Contango und Backwardation, manchmal vom Kassakurs der zugrunde liegenden Kryptowährung abweichen.
Wie sie funktionieren
- Fondserstellung: Ein ETF-Anbieter erstellt den Fonds und definiert seine Anlagestrategie (z. B. Nachbildung des Bitcoin-Preises). Anschließend registrieren sie den Fonds bei den Aufsichtsbehörden.
- Anteilsausgabe: Berechtigte Teilnehmer (APs), typischerweise große Finanzinstitute, kaufen einen Korb von Vermögenswerten (oder Terminkontrakten), die die Bestände des ETF widerspiegeln. Im Gegenzug erhalten sie Anteile des ETF.
- Handel an Börsen: Die ETF-Anteile werden dann an einer Börse notiert und können von jedem mit einem Brokerage-Konto gekauft und verkauft werden.
- Preistracking: Der Preis des ETF wird durch Angebot und Nachfrage an der Börse bestimmt und sollte idealerweise den Nettoinventarwert (NAV) der zugrunde liegenden Vermögenswerte nachbilden. APs spielen eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass der Preis des ETF durch Arbitrage nahe am NAV bleibt.
- Rücknahme: APs können ETF-Anteile einlösen, indem sie sie an den Fondsanbieter zurückgeben und im Austausch die zugrunde liegenden Vermögenswerte (oder den Barwert) erhalten.
Handelsrelevanz: Kursbewegungen und Strategien
Der Preis eines Krypto-ETFs wird in erster Linie durch den Preis der zugrunde liegenden Kryptowährung (für Spot-ETFs) oder den Preis der Terminkontrakte (für Futures-ETFs) bestimmt. Mehrere Faktoren können Kursbewegungen beeinflussen:
- Kassakurs der Kryptowährung: Für Spot-ETFs ist der Echtzeitpreis der Kryptowährung selbst der wichtigste Faktor. Alle Nachrichten, Ereignisse oder Marktstimmungen, die sich auf die Kryptowährung auswirken, wirken sich direkt auf den Preis des ETF aus.
- Terminkontraktpreise: Für Futures-ETFs bestimmt der Preis von Terminkontrakten den Preis des ETF. Faktoren wie die Nachfrage nach Terminkontrakten, die Kosten für das Rollover von Kontrakten (wenn der Fonds auslaufende Kontrakte durch neue ersetzen muss) und die Marktstimmung spielen alle eine Rolle.
- Angebot und Nachfrage nach ETF-Anteilen: Die Handelsaktivität an der Börse beeinflusst auch den Preis des ETF. Wenn eine hohe Nachfrage nach den ETF-Anteilen besteht, kann der Preis über dem NAV steigen, und umgekehrt. APs helfen durch Arbitrage, den Preis nahe am NAV zu halten.
- Marktstimmung: Die allgemeine Marktstimmung gegenüber Kryptowährungen kann den Preis von Krypto-ETFs erheblich beeinflussen. Positive Nachrichten, wie z. B. behördliche Genehmigungen oder eine zunehmende institutionelle Akzeptanz, können die Kurse in die Höhe treiben, während negative Nachrichten zu Kursrückgängen führen können.
Handelsstrategien
- Langfristiges Investieren: Kaufen und Halten von Krypto-ETFs als eine Möglichkeit, Zugang zum Kryptowährungsmarkt zu erhalten, ohne digitale Vermögenswerte direkt zu verwalten. Diese Strategie eignet sich für Anleger, die an das langfristige Wachstumspotenzial der zugrunde liegenden Kryptowährungen glauben.
- Kurzfristiger Handel: Handel mit Krypto-ETFs basierend auf kurzfristigen Kursbewegungen und Markttrends. Diese Strategie beinhaltet die Analyse der Marktstimmung, technischer Indikatoren und Nachrichtenereignisse, um schnelle Gewinne zu erzielen.
- Arbitrage: Nutzen Sie Preisunterschiede zwischen dem Preis des ETF und dem NAV, indem Sie ETF-Anteile oder die zugrunde liegenden Vermögenswerte kaufen und verkaufen. Dies ist eine Strategie, die von APs verwendet wird, um den Preis des ETF nahe an seinem NAV zu halten.
- Hedging: Verwenden Sie Krypto-ETFs, um sich gegen Risiken im Zusammenhang mit direkten Krypto-Beständen abzusichern. Beispielsweise könnte ein Anleger mit einer beträchtlichen Bitcoin-Position einen Bitcoin-ETF leerverkaufen, um potenzielle Verluste auszugleichen, wenn der Preis von Bitcoin sinkt.
Risiken im Zusammenhang mit Krypto-ETFs
Die Investition in Krypto-ETFs birgt mehrere Risiken, denen sich Anleger bewusst sein sollten:
- Volatilität: Kryptowährungen sind für ihre hohe Volatilität bekannt. Der Wert eines Krypto-ETFs kann erheblich und schnell schwanken, was zu erheblichen Gewinnen oder Verlusten führen kann. Diese Volatilität ist höher als bei vielen traditionellen Vermögenswerten.
- Tracking-Fehler: Spot-ETFs sollen den Kassakurs der zugrunde liegenden Kryptowährung nachbilden, können aber Tracking-Fehler (die Differenz zwischen der Wertentwicklung des ETF und der Wertentwicklung des Basiswerts) aufweisen. Dies kann auf Gebühren, Ausgaben und Marktineffizienzen zurückzuführen sein.
- Futures-Kontrakt-Risiken: Futures-ETFs sind zusätzlichen Risiken ausgesetzt. Contango, bei dem Terminkontrakte zu einem höheren Preis als der Kassakurs gehandelt werden, kann die Renditen im Laufe der Zeit schmälern, da der Fonds die Kontrakte rollt. Backwardation, bei der Terminkontrakte zu einem niedrigeren Preis als der Kassakurs gehandelt werden, kann die Renditen potenziell steigern, ist aber weniger verbreitet.
- Regulierungsrisiken: Der Kryptomarkt entwickelt sich noch immer, und regulatorische Änderungen können den Wert von Krypto-ETFs erheblich beeinflussen. Vorschriften könnten sich auf die zugrunde liegenden Kryptowährungen, die Börsen, an denen sie gehandelt werden, oder die ETFs selbst auswirken. Dies kann zu unvorhersehbaren Marktbewegungen führen.
- Kontrahentenrisiko: Wenn der Verwahrer, der die zugrunde liegenden Vermögenswerte hält, oder die Terminbörse ausfällt, besteht das Risiko, die Investition zu verlieren. Obwohl regulierte Verwahrer verwendet werden, sind solche Risiken dem Kryptomarkt inhärent.
- Kostenquoten: Krypto-ETFs sind mit Kostenquoten verbunden, bei denen es sich um Gebühren handelt, die für die Verwaltung des Fonds erhoben werden. Diese Gebühren können die Renditen im Laufe der Zeit schmälern.
Geschichte und Beispiele
Der erste Bitcoin-Futures-ETF, der ProShares Bitcoin Strategy ETF (BITO), wurde im Oktober 2021 aufgelegt. Dies war ein bedeutender Meilenstein, da er Anlegern eine regulierte Möglichkeit bot, über ein traditionelles Brokerage-Konto Zugang zu Bitcoin zu erhalten. Dieser ETF hielt jedoch Terminkontrakte und nicht tatsächliche Bitcoins, und seine Performance wich vom Kassakurs von Bitcoin ab, was die Herausforderungen von Futures-basierten ETFs verdeutlichte. Spot-Bitcoin-ETFs, wie die im Januar 2024 in den USA kürzlich genehmigten, sollen den Kassakurs durch das Halten von tatsächlichen Bitcoins genauer abbilden.
Weitere Beispiele sind:
- Grayscale Bitcoin Trust (GBTC): Obwohl es sich technisch gesehen nicht um einen ETF handelt (es ist ein Trust), wurde er in einen ETF umgewandelt und bietet Anlegern die Möglichkeit, Zugang zu Bitcoin zu erhalten. Es ist wichtig zu beachten, dass GBTC zuvor zu einem Aufpreis oder Abschlag auf den zugrunde liegenden Bitcoin gehandelt wurde, was die Marktdynamik verdeutlicht, die den Wert von Krypto-Investmentvehikeln beeinflussen kann.
- Ethereum-ETFs: Es gibt auch ETFs, die den Preis von Ethereum und anderen Kryptowährungen nachbilden und Anlegern eine diversifizierte Auswahl bieten.
Fazit
Krypto-ETFs werden zu einer immer beliebteren Möglichkeit für Anleger, Zugang zum Kryptowährungsmarkt zu erhalten. Sie bieten Vorteile wie Zugänglichkeit, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Diversifizierung. Es ist jedoch wichtig, die damit verbundenen Risiken zu verstehen, darunter Volatilität, Tracking-Fehler und regulatorische Unsicherheit. Durch die sorgfältige Berücksichtigung dieser Faktoren können Anleger fundierte Entscheidungen darüber treffen, ob Krypto-ETFs für ihre Portfolios geeignet sind.
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