
Double Exponential Moving Average (DEMA) erklärt
Der Double Exponential Moving Average (DEMA) ist ein technischer Indikator, der Kursdaten glättet und Trends identifiziert. Er zielt darauf ab, die Verzögerung, die bei traditionellen gleitenden Durchschnitten auftritt, zu reduzieren und Händlern schnellere Signale zu liefern.
Double Exponential Moving Average (DEMA) erklärt
Definition: Der Double Exponential Moving Average (DEMA) ist ein technischer Analyseindikator, der Kursdaten glättet und Händlern hilft, Trends zu identifizieren. Stellen Sie sich das als eine verfeinerte Version eines regulären gleitenden Durchschnitts vor, die darauf ausgelegt ist, schneller auf Kursänderungen zu reagieren. Er wird verwendet, um potenzielle Ein- und Ausstiegspunkte im Handel zu identifizieren.
Wichtigste Erkenntnis: DEMA liefert schnellere Signale und reduziert die Verzögerung im Vergleich zu herkömmlichen gleitenden Durchschnitten, was ihn nützlich macht, um Trends und potenzielle Handelsmöglichkeiten zu identifizieren.
Mechanik: Wie DEMA funktioniert
Im Kern ist DEMA eine mathematische Berechnung, die mehrere exponentielle gleitende Durchschnitte kombiniert. Das Ziel ist es, die häufig mit traditionellen gleitenden Durchschnitten verbundene Verzögerung zu reduzieren. Hier ist eine Aufschlüsselung des Prozesses:
Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA): Ein EMA ist eine Art von gleitendem Durchschnitt, der neueren Kursen mehr Gewicht gibt, wodurch er reaktionsschneller auf neue Informationen reagiert.
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Berechnen Sie den EMA: Zuerst müssen Sie einen Standard-EMA berechnen. Dies geschieht mit der folgenden Formel:
EMA = (Preis * Glättungsfaktor) + (EMA der vorherigen Periode * (1 - Glättungsfaktor))
Wobei der Glättungsfaktor typischerweise als 2 / (Periode + 1) berechnet wird. Beispielsweise hätte ein 20-Perioden-EMA einen Glättungsfaktor von 2 / 21 = 0,0952
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Berechnen Sie den Double EMA (DEMA): Als Nächstes berechnen Sie den DEMA mit der folgenden Formel:
DEMA = 2 * EMA - EMA(EMA)
Wobei EMA(EMA) der EMA des EMA ist. Dies bedeutet, dass Sie den in Schritt 1 berechneten EMA nehmen und dann einen EMA dieses EMA berechnen.
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Berechnen Sie den DEMA für jede Periode. Wiederholen Sie die Schritte 1 und 2 für jede Periode, um die DEMA-Linie in Ihrem Chart zu erstellen.
Das mag komplex erscheinen, aber Handelsplattformen wie TradingView oder MetaTrader 4 berechnen den DEMA automatisch für Sie. Der Schlüssel ist das Verständnis, was die Formel erreichen soll: die Reduzierung der Verzögerung.
Handelsrelevanz: Verwendung von DEMA in der Praxis
Händler verwenden DEMA, um Trends, potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sowie mögliche Ein- und Ausstiegspunkte für Trades zu identifizieren. So geht's:
- Trendidentifizierung:
- Aufwärtstrend: Wenn der DEMA nach oben geneigt ist und der Kurs über dem DEMA liegt, deutet dies auf einen Aufwärtstrend hin.
- Abwärtstrend: Wenn der DEMA nach unten geneigt ist und der Kurs unter dem DEMA liegt, deutet dies auf einen Abwärtstrend hin.
- Crossovers:
- Bullischer Crossover: Wenn ein kurzperiodiger DEMA (z. B. 20-Perioden) einen längerperiodigen DEMA (z. B. 50-Perioden) nach oben kreuzt, kann dies ein potenzielles Kaufsignal signalisieren.
- Bärischer Crossover: Wenn ein kurzperiodiger DEMA einen längerperiodigen DEMA nach unten kreuzt, kann dies ein potenzielles Verkaufssignal signalisieren (auch bekannt als „Todeskreuz“).
- Unterstützung und Widerstand: Der DEMA kann als dynamische Unterstützungs- und Widerstandsniveaus fungieren. Der Kurs kann von der DEMA-Linie abprallen und potenzielle Ein- oder Ausstiegspunkte liefern.
Beispiel: Stellen Sie sich Bitcoin im Jahr 2021 vor. Während seines Bullenmarkts blieb der Kurs häufig über dem 20-Perioden-DEMA, wobei die Einbrüche oft Unterstützung an der DEMA-Linie fanden. Ein Händler, der DEMA verwendet, hätte diese Signale zum Ein- und Ausstieg in Trades nutzen können.
Risiken und Einschränkungen
Obwohl DEMA Vorteile bietet, ist es wichtig, sich seiner Einschränkungen bewusst zu sein:
- Falsche Signale: Wie alle technischen Indikatoren kann DEMA falsche Signale generieren, insbesondere in unruhigen oder seitwärts gerichteten Märkten. Die Crossover-Signale können auftreten, aber der Kurs folgt möglicherweise nicht dem erwarteten Trend.
- Verzögerung besteht immer noch: Obwohl DEMA die Verzögerung reduziert, eliminiert es sie nicht vollständig. Kursbewegungen gehen den Signalen des Indikators immer voraus.
- Überoptimierung: Eine übermäßige Abhängigkeit von DEMA ohne Berücksichtigung anderer Indikatoren oder Fundamentalanalyse kann zu schlechten Handelsentscheidungen führen.
- Parametersensitivität: Die Leistung von DEMA ist empfindlich gegenüber den gewählten Periodenlängen. Experimente und Backtesting sind entscheidend, um die optimalen Einstellungen für einen bestimmten Vermögenswert und Marktbedingungen zu finden.
Wichtige Warnung: Verlassen Sie sich niemals auf einen einzigen Indikator. DEMA sollte in Verbindung mit anderen Tools und Analysemethoden verwendet werden, wie z. B. Kursanalyse, Volumenanalyse und Fundamentalforschung.
Geschichte und Beispiele
Der DEMA wurde von Patrick Mulloy entwickelt und Ende der 1990er-Jahre eingeführt. Es ist eine Verbesserung gegenüber herkömmlichen gleitenden Durchschnitten und dem Exponential Moving Average (EMA). Das Ziel war es, einen gleitenden Durchschnitt zu erstellen, der schneller auf Kursänderungen reagiert.
Beispiele aus der Praxis:
- Aktienhandel: Händler verwenden DEMA an der Börse, um potenzielle Ausbrüche und Trendumkehrungen zu identifizieren. Beispielsweise könnte ein DEMA-Crossover bei einer Aktie wie Apple oder Tesla eine Kauf- oder Verkaufsmöglichkeit signalisieren.
- Forex-Handel: DEMA wird auch im Forex-Markt häufig verwendet. Händler können DEMA verwenden, um Trends in Währungspaaren wie EUR/USD oder GBP/JPY zu identifizieren.
- Krypto-Handel: Im volatilen Kryptomarkt kann DEMA besonders nützlich sein, um kurzfristige Trends zu identifizieren. Ein Händler könnte DEMA auf Bitcoin- oder Ethereum-Charts verwenden, um Ein- und Ausstiegspunkte zu finden. Ein 20/50 DEMA-Crossover kann oft als Signal zum Kaufen oder Verkaufen dienen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Double Exponential Moving Average ein wertvolles Werkzeug für Händler ist, die Trends und potenzielle Handelsmöglichkeiten identifizieren möchten. Wie jeder technische Indikator sollte er jedoch mit Vorsicht und in Verbindung mit anderen Analyseformen verwendet werden. Gründliche Tests und Risikomanagement sind für erfolgreiches Trading unerlässlich.
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