
Krypto-Futures-Kontrakte erklärt
Krypto-Futures-Kontrakte sind Vereinbarungen zum Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen zu einem vorher festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt. Sie ermöglichen es Händlern, auf Preisbewegungen zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert zu besitzen, und bieten Möglichkeiten zur Hebelwirkung und Absicherung.
Krypto-Futures-Kontrakte: Eine ausführliche Anleitung
INTRO: Stellen Sie sich vor, Sie glauben, dass der Preis von Gold steigen wird. Sie könnten Goldbarren kaufen, aber das erfordert viel Geld und Lagerung. Stattdessen könnten Sie einen "Futures-Kontrakt" verwenden. Ein Futures-Kontrakt ist eine Vereinbarung, etwas zu einem bestimmten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Krypto-Futures-Kontrakte funktionieren genauso, aber für Kryptowährungen. Sie kaufen nicht das tatsächliche Bitcoin oder Ethereum; Sie stimmen einem Handel auf der Grundlage seines zukünftigen Preises zu.
Key Takeaway: Krypto-Futures-Kontrakte sind Vereinbarungen zum Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen zu einem vorher festgelegten Preis zu einem zukünftigen Zeitpunkt, die Spekulation und Absicherung ermöglichen.
Definition
Ein Krypto-Futures-Kontrakt ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, eine bestimmte Menge einer Kryptowährung zu einem vorher festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Es ist ein Derivat, was bedeutet, dass sein Wert vom zugrunde liegenden Vermögenswert abgeleitet wird – in diesem Fall eine Kryptowährung wie Bitcoin oder Ethereum. Der Vertrag beinhaltet nicht die tatsächliche Übertragung der Kryptowährung zu Beginn; stattdessen wird er am Verfallsdatum des Vertrags in Bargeld oder, in einigen Fällen, in der zugrunde liegenden Kryptowährung selbst abgewickelt.
Mechanik
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Aufschlüsselung, wie Krypto-Futures-Kontrakte funktionieren:
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Vertragsspezifikationen: Jeder Futures-Kontrakt hat bestimmte Details, einschließlich der zugrunde liegenden Kryptowährung (z. B. Bitcoin, Ethereum), der Kontraktgröße (z. B. 1 Bitcoin), des Verfallsdatums (z. B. ein Monat, drei Monate) und der Handelsbörse (z. B. Binance, Bybit).
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Beteiligte Parteien: Es gibt zwei Hauptparteien: den Käufer (auch bekannt als Long-Position) und den Verkäufer (auch bekannt als Short-Position). Der Käufer verpflichtet sich, die Kryptowährung zum vorher festgelegten Preis am Verfallsdatum zu kaufen, während sich der Verkäufer verpflichtet, zu diesem Preis zu verkaufen.
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Margin-Anforderungen: Um eine Futures-Position zu eröffnen, müssen Händler in der Regel eine Margin hinterlegen. Dies ist ein Prozentsatz des Vertragswerts, der als Sicherheit dient. Die Margin reduziert das Risiko für die Börse. Je höher der Hebel, desto geringer die erforderliche Margin.
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Hebelwirkung: Futures-Kontrakte ermöglichen Hebelwirkung, was bedeutet, dass Händler mit einem geringeren Kapitalbetrag eine größere Position kontrollieren können. Zum Beispiel kann ein Händler mit 10-facher Hebelwirkung Bitcoin-Futures im Wert von 10.000 US-Dollar mit nur 1.000 US-Dollar Eigenkapital kontrollieren. Die Hebelwirkung verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste.
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Mark-to-Market: Futures-Kontrakte werden täglich zum Marktpreis bewertet. Das bedeutet, dass die Gewinne und Verluste auf der Grundlage des aktuellen Marktpreises der zugrunde liegenden Kryptowährung berechnet und dem Konto des Händlers gutgeschrieben (oder belastet) werden. Wenn sich der Preis gegen den Händler entwickelt, kann er einen Margin Call erhalten, der ihn dazu verpflichtet, mehr Mittel einzuzahlen, um seine Position aufrechtzuerhalten.
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Verfall und Abwicklung: Am Verfallsdatum wird der Vertrag abgewickelt. Die Abwicklung kann auf zwei Arten erfolgen: Barausgleich (die Differenz zwischen dem Vertragspreis und dem Marktpreis wird in bar ausgeglichen) oder physische Lieferung (die zugrunde liegende Kryptowährung wird geliefert).
Handelsrelevanz
Das Verständnis, wie sich Futures-Kontrakte auf Preisbewegungen auswirken, ist für Händler von entscheidender Bedeutung.
- Preisfindung: Futures-Märkte können zur Preisfindung beitragen. Die Handelsaktivität in Futures-Kontrakten kann den Kassapreis der zugrunde liegenden Kryptowährung beeinflussen und umgekehrt.
- Absicherung: Miner oder andere Großanleger können Futures-Kontrakte nutzen, um ihr Risiko gegenüber Preisvolatilität abzusichern. Beispielsweise könnte ein Bitcoin-Miner Futures-Kontrakte verkaufen, um einen Preis für seine Bitcoin-Produktion zu fixieren, wodurch das Risiko eines Preisrückgangs gemindert wird.
- Spekulation: Händler nutzen Futures, um auf den zukünftigen Preis von Kryptowährungen zu spekulieren. Wenn sie glauben, dass der Preis steigen wird, kaufen sie Futures-Kontrakte (gehen long). Wenn sie glauben, dass der Preis fallen wird, verkaufen sie Futures-Kontrakte (gehen short).
- Arbitrage: Händler können Preisunterschiede zwischen dem Kassamarkt und dem Futures-Markt durch Arbitrage ausnutzen. Dies beinhaltet den Kauf auf einem Markt und den gleichzeitigen Verkauf auf einem anderen, um von der Preisdiskrepanz zu profitieren.
Risiken
Der Handel mit Krypto-Futures birgt erhebliche Risiken.
- Hebelrisiko: Die Hebelwirkung verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste. Eine kleine ungünstige Preisbewegung kann zu erheblichen Verlusten führen, die möglicherweise die gesamte Margin aufzehren oder sogar übersteigen und zu Schulden führen.
- Liquidation: Wenn sich der Preis der zugrunde liegenden Kryptowährung ungünstig entwickelt, kann die Position eines Händlers von der Börse liquidiert (geschlossen) werden, wenn seine Margin unter ein bestimmtes Niveau fällt.
- Marktvolatilität: Der Kryptowährungsmarkt ist sehr volatil. Schnelle Preisschwankungen können zu unerwarteten Verlusten führen.
- Kontrahentenrisiko: Obwohl Börsen in der Regel als Vermittler fungieren, besteht immer das Risiko, dass die Börse selbst finanzielle Schwierigkeiten oder betriebliche Probleme hat. Dies ist ein Risiko, das jedoch durch seriöse Börsen und Vorschriften deutlich gemildert wird.
- Manipulation: Obwohl regulierte Börsen immer häufiger werden, besteht das Potenzial für Marktmanipulationen immer noch, insbesondere in weniger liquiden Futures-Märkten.
Geschichte/Beispiele
Futures-Kontrakte werden seit Jahrhunderten in traditionellen Finanzmärkten verwendet. Ihre Anwendung auf Kryptowährungen ist relativ neu, aber schnell gewachsen. Frühe Krypto-Futures-Kontrakte wurden von unregulierten Börsen angeboten, was zu Problemen mit Manipulation und mangelnder Transparenz führte. Die Einführung regulierter Futures-Kontrakte, wie sie von der CME Group angeboten werden, brachte institutionelle Anleger in den Kryptomarkt und bot größere Preisfindungs- und Risikomanagement-Tools.
- Bitcoin-Futures auf der CME: Die Chicago Mercantile Exchange (CME) startete im Dezember 2017 Bitcoin-Futures. Dies war ein bahnbrechendes Ereignis, das eine regulierte Plattform für institutionelle Anleger bot, um sich Bitcoin auszusetzen. Dies brachte dem Markt Legitimität.
- Ethereum-Futures: Nach dem Erfolg von Bitcoin-Futures begannen Börsen, Ethereum-Futures-Kontrakte anzubieten und erweiterten damit die Handelsoptionen für Anleger.
- Perpetual Futures: Perpetual Futures-Kontrakte sind eine beliebte Art von Krypto-Futures, die kein Verfallsdatum haben. Sie werden kontinuierlich gehandelt, ähnlich wie der Kassamarkt, aber mit Hebelwirkung. Sie verwenden einen "Funding-Rate"-Mechanismus, um den Preis des Perpetual-Kontrakts in der Nähe des Kassapreises zu halten. Dies geschieht durch die Zahlung (oder den Erhalt) einer kleinen Gebühr, die auf der Differenz zwischen dem Perpetual-Kontraktpreis und dem Kassapreis basiert.
Die Entwicklung von Krypto-Futures hat den Kryptomarkt stark erweitert und anspruchsvollen Händlern und institutionellen Anlegern fortschrittliche Werkzeuge für Spekulation, Risikomanagement und Marktteilnahme zur Verfügung gestellt. Die mit Hebelwirkung und Marktvolatilität verbundenen Risiken sind jedoch erheblich, und es ist unerlässlich, diese Risiken zu verstehen, bevor man sich am Futures-Handel beteiligt.
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